Bezirksmedaille für vorbildliche Trachtlerin

14.11.2017 13:30 von Hans Menzinger

Als „wichtige Stütze unserer Gesellschaft“ bezeichnete Bezirkstagspräsident Josef Mederer ehrenamtliches Engagement bei der Verleihung der Bezirksmedaille im Gebäude der Bezirksverwaltung in München. „Ohne das Ehrenamt würden Bereiche in unserer Gesellschaft veröden, wäre unser Zusammenleben ein anderes. Vereine könnten nicht mehr existieren, viele Menschen würden vereinsamen.“ Er bezeichnete es als außerordentliche wichtig, „dass wir dem Ehrenamt eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung entgegen bringen. Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement braucht öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung.“

Vor diesem Hintergrund nannte es Mederer sehr erfreulich, dass es sehr viele Menschen gibt, die Dank ihrem Engagement für diese Auszeichnung geeignet erscheinen. „Stellvertretend für die vielen, die sich ehrenamtlich engagieren, hat der Bezirk Oberbayern Persönlichkeiten ausgewählt, die sich in unterschiedlichsten Gebieten ehrenamtlich engagieren und ehren sie mit der Verleihung der Bezirksmedaille.“ Er bezeichnete die Träger der Bezirksmedaille als Vorbilder unserer Gesellschaft. „Sie sind die besten Werbeträger für ehrenamtliches Engagement, sozusagen Botschafter des Ehrenamts. Ihnen möchte ich sagen: Ihr macht etwas Wunderbares, macht weiter so und motiviert andere, es Euch nach zu machen!“

Zu den Geehrten zählt Hildegard Hoffmann aus München.

Hier die Laudatio durch Bezirkstagspräsident Josef Mederer:
Manchmal gibt es so etwas, dass eine Aufgabe wie eine Bestimmung ist, in der man sein Glück findet und voll und ganz aufgeht. Diese Berufung hat Hildegard Hoffmann in der Brauchtumspflege gefunden.

Seit knapp einem Vierteljahrhundert wirkt sie als aktives Mitglied im „Gebirgstrachtenerhaltungsverein D’Loisachtaler Stamm München gegründet 1897 e.V.“. Kurz nach ihrem Vereinseintritt hat sie sofort ehrenamtlich Verantwortung übernommen und wurde Festschriftführerin. Bis heute blieb sie mit einer kurzen Unterbrechung Schriftführerin, ist Vereinsmusikantin, Vortänzerin und Musikantin bei Volkstanzkursen und bringt ihr Organisationstalent ein. Seit 2005 engagiert sie sich auch überregional als Vorstandsmitglied im Bayerischen Trachtenverband e.V. Neben ihrer sehr zeitaufwändigen Tätigkeit als Schriftführerin erfüllt sie überdies komplexe Organisationsaufgaben.

Zu diesen gehörten parlamentarische Abende ebenso, wie zwei Papstbesuche oder die Organisation des Festjahres „125 Jahre Trachtenvereine in Bayern“ mit einer Sternwallfahrt von 15.000 Mitgliedern nach Altötting. Das Bemühen um die Erstellung eines Leitbilds und die Einhaltung einer einheitlichen Gestaltung und eines einheitlichen Auftretens, neudeutsch „Corporate identity“ genannt, beschäftigt sie seit vielen Jahren. Sie zeichnet verantwortlich für Veranstaltungen, die das Kommen und Gehen von Kardinälen, Ministerpräsidenten und Bundestagspräsidenten begleiteten.

So bunt und vielfältig die Aufgaben sind, die Hoffmann in den vergangenen Jahrzehnten mit Bravour geschultert hat, so schwer ist es für einen Außenstehenden abzuschätzen, wie diese enorme Arbeitsfülle ehrenamtlich, gleichsam „nebenbei“, geschultert werden konnte. Neben der genannten ehrenamtlichen Vereinstätigkeit gibt sie außerdem nun schon zwei Jahrzehnte ihr musikalisches Können weiter. So ist sie aktives Mitglied des Kammerorchesters der Münchner Schule für Bairische Musik und fördert zudem die musikalische Bildung der Kinder etwa bei Fernsehauftritten zusammen mit ihren beiden Töchtern als Familienmusik.

Ihr Engagement für den Erhalt von Tracht, Brauchtum und Volksmusik darf ich mit einem Wort zusammenfassen: „es ist VORBILDLICH“. Ihnen, verehrte Frau Hoffmann, entbiete ich unsere aufrichtige Hochachtung. Als äußeres Zeichen der Anerkennung ehren wir Sie mit der Bezirksmedaille und sagen „Vielen herzlichen Dank“ für Ihr vorbildliches, ehrenamtliches Engagement!

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